VHS.AKADEMIE GESELLSCHAFT, VIRTUELL
FAMILIEN UND GESCHLECHTER IM WANDEL - 4 Online-Vorträge

WICHTIGER HINWEIS VORAB:
Gegenüber dem Programmheft haben sich zwei Termine kurzfristig geändert - siehe NEU:
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Wir bitten dies zu entschuldigen.


Der Stellenwert der Familie und die Positionen der Geschlechterrollen in den Lebensentwürfen der Menschen haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verändert: Heirats- und Geburtenraten sind rückläufig, die Instabilität von Ehen hat zugenommen und andere Lebensformen entstehen.
Wir wollen in vier Vorträgen aus den Bereichen Soziologie und Politologie die Ursachen, Folgen und unterschiedlichen Erscheinungsformen dieses Wandels ergründen.

1. Online-Vortrag
FAMILIE
Zwischen traditioneller Institution und individuell gestalteter Lebensform
Prof. Dr. Norbert F. Schneider
Präsident Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Wiesbaden
NEU: Mittwoch, 22. Februar, 19-20.30 Uhr
Seit Jahrzehnten finden tiefgreifende Veränderungen statt, die Wesen und Gestalt von Familie und das Verhältnis von Familie und Gesellschaft betreffen. Der Wandel hat die Familie fraglos verändert. Grundlegende Regelmäßigkeiten von Familienstruktur und Familienentwicklung bestehen aber fort.
Der renommierte Familienforscher Prof. Dr. Norbert F. Schneider, Präsident des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, erläutert in seinem Vortrag den Wandel der Familienstrukturen von der vorindustriellen zur modernen Familie und diskutiert Fragen zur Stabilität und zur gesellschaftspolitischen Relevanz der Familien in Deutschland. Dabei werden auch Probleme der familiendemografischen Entwicklung, der Pluralisierung der Lebensformen oder der Zukunft der Familie erörtert.

2. Online-Vortrag
IST DEUTSCHLAND FAMILIENFREUNDLICH?
Ziele, Wirkungen und Reformbedarf staatlicher Familienpolitik
Dr. Martin Bujard
Forschungsdirektor Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Wiesbaden
NEU: Mittwoch, 8. März, 19-20.30 Uhr
In der gesellschaftlichen und politischen Debatte sind einzelne Ziele der Familienpolitik heftig umstritten. Auch in der Wissenschaft werden unterschiedliche Ziele genannt: Ist eine höhere Geburtenrate ein klares Ziel der Familienpolitik? Wie stark soll die Erwerbstätigkeit von Müttern gezielt gefördert werden, oder soll es allein um das Wohl der Kinder gehen?
Der Politikwissenschaftler Dr. Martin Bujard, Forschungsdirektor beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, fasst die verschiedenen Ziele von Familienpolitik zusammen. Dabei erläutert er die Systematik der verschiedenen Zielsetzungen - als wichtige Voraussetzung für eine transparente Diskussion, die politische Durchsetzbarkeit von Reformen und die Analyse ihrer Wirkungen.

3. Online-Vortrag
FÜR MÄNNER, ABER NICHT GEGEN FRAUEN
Ein Plädoyer für mehr Vielfalt in der Geschlechterpolitik
Dr. Thomas Gesterkamp
Sozialwissenschaftler, Autor, Journalist, Köln
Mittwoch,10. Mai, 19-20.30 Uhr
Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsstrategien setzten in der Vergangenheit zu oft Geschlechterpolitik mit Frauenpolitik gleich. Ignoriert wurde, dass sich auch die Männerrollen verändern.
Der Sozialwissenschaftler und Buchautor Dr. Thomas Gesterkamp lotet in seinem Vortrag die historisch geprägten Geschlechterrollen aus. Er beschreibt den Wandel der klassischen Männerrollen bis hin zu den "neuen Vätern" - und plädiert für die Entwicklung gemeinsamer geschlechterpolitischer Perspektiven, für eine eigenständige Männerpolitik im Dialog mit Frauen. Denn Chancengleichheit und wirklich gleichberechtigte Organisationskulturen in demokratischen Gleichstellungsprozessen können die Geschlechter nur gemeinsam erreichen.


4. Online-Vortrag
WENN DER MANN KEIN ERNÄHRER MEHR IST
Geschlechterkonflikte in Krisenzeiten
Dr. Sarah Speck
Institut für Sozialforschung, Universität Frankfurt/Main
Mittwoch, 21. Juni, 19-20.30 Uhr
Das klassische Rollenmodell war gestern. Mehr als je zuvor tragen Frauen zum Haushaltseinkommen bei oder bestreiten es sogar alleine. Seit den siebziger Jahren haben sich weitreichende Veränderungen in den Geschlechterverhältnissen vollzogen: Frauen sind heute autonomer, besser ausgebildet, häufiger erwerbstätig und sie erobern immer mehr Führungspositionen. Umgekehrt möchten viele Männer engagierte Väter sein, und es wird für sie wichtiger, "weiche" Seiten unter Beweis zu stellen - im Beruf und im Privatleben.
Der Vortrag der Soziologin Dr. Sarah Speck, Co-Autorin einer groß angelegten Studie und einer gleichnamigen Publikation, stellt die Ergebnisse der Untersuchung vor und erläutert, wie sich aus diesen Fortschritten neue Konflikte ergeben und wie Paare aus unterschiedlichen sozialen Milieus damit umgehen. Schließlich passen Realität und tradierte Rollenbilder in vielen Familien nicht mehr zusammen, wenn der Mann kein Ernährer mehr ist.

Beginn:Mittwoch, 22. Februar 2017
Ende:21. Juni 2017
Uhrzeit:Siehe Termine
Dauer:4 Termine
Leitung:
Prof. Dr. Norbert F. Schneider
und
Dr. Martin Bujard
Nummer:1202
Ort:Menden,Untere Promenade 28Anfahrt
Raum:
Online-Veranstaltung
Außenstelle:Menden
Gebühr:
9,50 €
Teilnehmerzahlen:
maximal: 20 
Kennzeichen:
Neu (Neuer Kurs in diesem Semster)
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Belegung:
 
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