Gesellschaft > Web-Vortrag 10: Warum es kein islamisches Mittelalter gab Das Erbe der Antike und des Orients

Web-Vortrag 10: Warum es kein islamisches Mittelalter gab

Das Erbe der Antike und des Orients

Kursnummer 202-1220
Beginn Fr., 15.01.2021, 19:30 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Max. Teilnehmer 20
Besondere Hinweise online
Dokument(e)

Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.

Dieser Web-Vortrag ist einzeln buchbar und in diesem Semester gebührenfrei. Bitte dennoch mit aktueller E-mail-Adresse anmelden, Sie erhalten zeitnah zum Termin den LINK und Ihre Zugangsdaten.




Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.

Termine

Datum
Fr., 15.01.2021
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Virtueller Kursraum