Gesellschaft und Leben > VHS.Akademie Gesellschaft, Virtuell - 4 Live-Webinare 100 Jahre Frauenwahlrecht - der lange Weg zu demokratischer Teilhabe

Veranstaltung "VHS.Akademie Gesellschaft, Virtuell - 4 Live-Webinare 100 Jahre Frauenwahlrecht - der lange Weg zu demokratischer Teilhabe" (Nr. 1203) ist für Anmeldungen nicht freigegeben.

VHS.Akademie Gesellschaft, Virtuell - 4 Live-Webinare

100 Jahre Frauenwahlrecht - der lange Weg zu demokratischer Teilhabe

Kursnummer 191-1203
Beginn Mi., 13.03.2019, 19:00 Uhr
Kursgebühr 19,50 €
Dauer 4 Termine
Max. Teilnehmer 20
Besondere Hinweise Neu online
Dokument(e)

Das Wahlrecht gehört zu unseren elementaren demokratischen Grundrechten. Die Errungenschaft
dieses Rechts auch für Frauen legte einen bedeutenden Grundstein für die gesetzliche Gleichstellung
von Frauen und Männern. Bei den Wahlen zur verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 erhielten Frauen - nach langem Kampf für Gleichberechtigung - das aktive und passive Wahlrecht.
Vor dem Hintergrund aktueller politischer und gesellschaftlicher Debatten um die Grundwerte unserer
Gesellschaft hat das Jubiläum besondere Bedeutung. Wir wollen in vier Live-Webinaren diese gesellschafts-
politischen Umwälzungen beleuchten und uns dem sehr komplexen Thema annähern.

1. Live-Webinar
"DAS STIMMRECHT IST EIN MENSCHENRECHT!"
100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland
Prof. Dr. Sabine Liebig
Institut für Neuere und Neueste Geschichte und ihre Didaktik, Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Mittwoch, 3. April, 19-20.30 Uhr
Unter welchen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen kämpften die Frauen - nicht nur in Eu-
ropa - um ihr Wahlrecht und gegen welche massiven Widerstände und unsinnigen Argumente muss-
ten sie sich durchsetzen? Sie taten dies mit unterschiedlichen Mitteln und Möglichkeiten, mit viel Krea-
tivität und Hartnäckigkeit. Am Beispiel einiger Frauen der deutschen Frauenstimmrechtsbewegung
wird deutlich, wie unterschiedlich die Forderungen und Vorgehensweisen waren, wie gut sich die
Frauen international vernetzten und welche Handlungsspielräume sie zum Ende des 19. und zu Be-
ginn des 20. Jahrhunderts nutzten.

2. Live-Webinar
GEGEN ALLE WIDERSTÄNDE
Frauenwahlrecht in Europa und die Wirkung demokratischer Emanzipation
Dr. Gudrun-Christine Schimpf
Mannheim, Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI), Universität Heidelberg
Mittwoch, 8. Mai, 19- 20.30 Uhr
Der Vortrag behandelt die Auseinandersetzung um das Frauenwahlrecht in fünf europäischen Ländern (Finnland, England, Frankreich, Österreich und Schweiz). Damit werden die Ereignisse in Deutschland vor und nach 1918/19 in den internationalen Zusammenhang eingebettet: Was war in Deutschland gleich oder anders als in anderen Ländern? Welche Varianten des Frauenwahlrechts wurden diskutiert? Und welche Veränderungen brachte die Emanzipation an der Wahlurne in der Folge mit sich?

3. Live-Webinar
100 JAHRE FRAUENWAHLRECHT: DAS ENDE DER KOSTÜMIERUNG
Frauenmode als Seismograph gesellschaftlicher Veränderungsprozesse
Kerstin Hopfensitz M.A.
Stuttgart, Hochschule Pforzheim und Miedermuseum Heubach
Mittwoch, 22. Mai, 19-20.30 Uhr
Mit dem Ausstieg aus dem Korsett und dem Abschneiden der Zöpfe befreiten sich Frauen vom Mode-
diktat des Kaiserreichs und gewannen die physische Bewegungsfreiheit, die von vielen als wesentli-
che Grundvoraussetzung für die Emanzipation angesehen wurde.
ln der erhitzen Debatte um das Frauenwahlrecht führten Männer, aber auch Frauen, die Mode als Be-
leg dafür ins Feld, dass Frauen das Wahlrecht unbedingt abzusprechen sei. Doch das Rad ließ sich
weder in der Mode noch im gesellschaftlichen Modernisierungsprozess zurückdrehen. Ein Blick auf
die tiefgreifende Veränderung des Kleidungsstils in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts
zeigt anhand historischer Kleidungs- und Wäschestücke, wie sich Frauen die neuen Freiheiten ganz
offensichtlich auf den Leib schneidern ließen.

4. Live-Webinar
DIE BEDEUTUNG DES FRAUENWAHLRECHTS FÜR DIE POLITISCHE BETEILIGUNG UND ERMÄCHTIGUNG VON FRAUEN DAMALS UND HEUTE
Corinna Schneider M.A.
Heidelberg, Mitglied im Vorstand des Vereins Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V.
und des Landesfrauenrates Baden-Württemberg
Mittwoch, 5. Juni, 19-20.30 Uhr
Mit dem Einzug von 37 Parlamentarierinnen in die Nationalversammlung 1919 begann die politische
Partizipation von Frauen in Deutschland auf Reichs- und Länderebene. Wie entwickelte sich der Anteil
der Frauen im Parlament in der Weimarer Republik und nach 1945, welche politischen Ziele setzten
die Parlamentarierinnen durch, womit scheiterten sie und welche Politikfelder besetzten sie?
Die Durchsetzung des Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ durch die
Mütter des Grundgesetzes hatte nachhaltige Folgen auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens
in Deutschland. Dennoch stellte Elisabeth Selbert noch 1981 fest: "Die mangelnde Heranziehung von
Frauen zu öffentlichen Ämtern und ihre geringe Beteiligung in den Parlamenten ist doch schlicht Ver-
fassungsbruch in Permanenz." Wo stehen wir dann heute?



Kurs abgeschlossen
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Kursort

Live-Webinar

Untere Promenade 28
58706 Menden


Termine

Datum
03.04.2019
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Untere Promenade 28, Live-Webinar
Datum
08.05.2019
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Untere Promenade 28, Live-Webinar
Datum
22.05.2019
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Untere Promenade 28, Live-Webinar
Datum
05.06.2019
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Untere Promenade 28, Live-Webinar