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VHS.Akademie Sprachen, Virtuell - 4 Live -Webinare

Remembering World War I - International perspectives 100 years after the war

Kursnummer 182-4011
Beginn Di., 09.10.2018, 19:00 - 20:00 Uhr
Kursgebühr 19,50 €
Dauer 4 Termine
Max. Teilnehmer 20
Besondere Hinweise online Neu

Vor 100 Jahren endete mit dem ersten Weltkrieg die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Der Krieg, der "alle Kriege beenden sollte", legte weltweit den Grundstein für viele politische und soziale Krisen, die bis heute andauern. Vor diesem Hintergrund kann es nicht überraschen, dass auch die Aufarbeitung und die Beurteilung des Kriegs 100 Jahre nach Kriegsende auf der internationalen Ebene unterschiedlich ausfallen. Die Webinarreihe wird die Erinnerung an den Krieg in vier Vorträgen über die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Russland und Polen aufarbeiten. Die Vorträge finden auf Englisch statt, Sprachkenntnisse der Niveaustufe B2 werden empfohlen.

1. Live-Webinar
COMMEMORATING THE FIRST WORLD WAR IN THE UNITED STATES
Prof. Dr. Jay Winter
Yale University
Dienstag, 9. Oktober 2018, 19-20 Uhr
In den Vereinigten Staaten trieb der Erste Weltkrieg vielfältige Entwicklungen an, die sich ab 1918 voll entfalten konnten. Die ausklingende "Progressive Era" sorgte zusammen mit einer positiven Wirtschaftsentwicklung dafür, dass soziale Veränderungen wie etwa das Wahlrecht für Frauen implementiert werden konnten. Spätestens mit dem Zweiten Weltkrieg gerieten diese Veränderungen allerdings wie auch der Erste Weltkrieg in seiner Gesamtheit zunehmend in Vergessenheit. Während im modernen Amerika die Generation des 2.Weltriegs weiterhin als "greatest Generation" verehrt wird, spielen die Ereignisse der Jahre bis 1918 in der allgemeinen Erinnerungskultur keine allzu große Rolle mehr. Das Webinar wird die Gründe für diesen Mentalitätswandel aufzeigen.

2. Live-Webinar
A CENTURY OF DENIAL
Russia`s World War I Legacy
N.N.
Dienstag, 16. Oktober, 19-20 Uhr
Die Erinnerung an den ersten Weltkrieg hat sich in Russland in der jüngsten Zeit fundamental gewandelt. In der klassischen sowjetischen Geschichtsschreibung galt der Krieg zwischen den Mittelmächten und der Entente als Auseinandersetzung zweier eigentlich doch imperialistischer und kapitalistischer Blöcke, die beide auf die Unterdrückung der Arbeiterschaft abzielten. Der Fokus der Aufmerksamkeit lag daher lange Zeit auf der Oktoberrevolution und der Entwicklung des sozialistischen Staates. Seit einigen Jahren versucht die Regierung Putin allerdings bewusst, den Ersten Weltkrieg als Ereignis in das allgemeine Gedächtnis zu rufen. Seit dem Jahr 2013 bezieht die russische Regierung den Ersten Weltkrieg auch offiziell in die nationale Erinnerungskultur mit ein.

3. Live-Webinar
REMEMBERING THE WAR
Reflections on the Centenary
Prof. Dr. Catriona Pennell
University of Exeter
Dienstag, 6. November, 19-20 Uhr
Das Vereinigte Königreich ging schwer gezeichnet aus dem Ersten Weltkrieg hervor. Rein territorial betrachtet erreichte das Empire mit den Gebietsgewinnen durch den Versailler Vertrag zwar seine größte Ausdehnung. Allerdings zeigte sich die britische Gesellschaft durch die hohen Verluste und Kosten tief getroffen; der oft zitierte Ausspruch der "lions led by donkeys" gab der allgemeinen Stimmung Ausdruck, dass die tapferen Soldaten durch törichte Fehlentscheidungen der eigenen Generäle zu zehntausenden den Tod gefunden hätten. In jüngster Zeit mische sich die Erinnerungskultur an den Krieg zudem mit Debatten über den Brexit und die Frage, inwieweit das United Kingdom eigenständig agieren kann.

4. Live-Webinar
HISTORICAL MEMORY
How Word War I shaped modern Poland
Dr. Jacek Kuckarczyk
President Executive Board, Institute of Public Affairs, Warschau
Dienstag, 13. November, 19-20 Uhr
In den Jahren des Ersten Weltkriegs war Polen kein eigenständiger Staat, sondern vielmehr ein besetztes Territorium, in dem das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und das russische Reich volle Kontrolle ausübten. Die polnische Erinnerung an den Ersten Weltkrieg vollzog sich daher bislang immer aus der Perspektive der erlangten Unabhängigkeit nach dem Krieg, dem eigentlichen Kriegsverlauf hingegen wurde in der polnischen Erinnerungskultur nur wenig Raum gelassen. Erst in den letzten Jahren ist es zu einer stärkeren Wahrnehmung der polnischen Geschichte in den Jahren 1914-1918 gekommen. Gefördert wird diese neue Sichtweise durch die polnische Regierung, die mit einer bewussten Hervorhebung der polnischen Opfer den eigenen Nationalcharakter betonen möchte.




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Termine

Datum
09.10.2018
Uhrzeit
19:00 - 20:00 Uhr
Ort
Datum
16.10.2018
Uhrzeit
19:00 - 20:00 Uhr
Ort
Datum
06.11.2018
Uhrzeit
19:00 - 20:00 Uhr
Ort
Datum
13.11.2018
Uhrzeit
19:00 - 20:00 Uhr
Ort